Mein Reisemotto

„Twenty years from now you will be more disappointed by the things you didn’t do than by the ones you did do. So throw off the bowlines, sail away from the safe harbor. Catch the trade winds in your sails. Explore. Dream. Discover.“ Mark Twain

Dienstag, 20. August 2013

Whale watching & Camel ride



Meine letzten Tage in Broome habe ich größtenteils mit Freunden am Cable Beach verbracht, zudem habe ich auch noch 2 tolle Touren mitgemacht. Zum einen war ich mit einigen Freunden beim Whalewatching und zum anderen noch mit einer Freundin beim Camelride.

Der Whalewatchingtrip war wirklich der absolute Hammer, zwei Wale sind minutenlang direkt um unser Boot geschwommen und wir konnten die Tiere in ihrem vollen Ausmaß beobachten. Es ist schon beeindruckend wie elegant sich diese Riesen durch das Wasser bewegen und ab und zu sogar aus dem Wasser springen. Wir haben auch sonst einige Wale springen oder mit ihren Flossen winken sehen, allerdings waren diese ein bisschen weiter weg. Wir waren alle sehr begeistert und ich kann es jedem nur empfehlen sich diese tollen Tiere anzusehen. Zu den Walen haben wir auch einige Delfine und eine riesige Meeresschildkröte gesehen. Ich habe zu den Bildern unten auch ein Video angefügt, so könnt ihr euch mein Erlebnis bestimmt noch besser vorstellen.








 



 
An meinem letzten Abend bin ich dann mit Mihyun aus Südkorea zum Camelride an den Cable Beach gegangen. Zum Start konnten wir unser Kamel kennenlernen, streicheln und schon einmal probesitzen. Wenn sich das Kamel aufrichtet bzw. am Ende wieder heruntergeht, ist das schon ein cooles Gefühl. Wir sind für etwa 1 Stunde am Meer entlang geritten und dann mit dem Sonnenuntergang wieder zum Ausgangpunkt zurückgekehrt. Zum Abschluss konnten wir unser Kamel noch für den Ritt danken und es mit ein paar Karotten füttern. Es war ein bisschen wacklig aber durchaus angenehm auf dem Kamel zu reiten, allerdings reicht eine Stunde dann auch vollkommen aus ;).








 


Nach dem Camelride bin ich dann mit meinen Freunden noch zum Essen gegangen und den Tag haben wir dann im Hostel ausklingen lassen. Es war wirklich noch einmal ein toller Abend und ich werde das entspannte Städtchen Broome und den Cable Beach sicherlich vermissen. Am nächsten morgen hieß es dann Abschied nehmen, mein Flug ging schon morgens und meine Freunde haben mich dann noch zum Flughafen begleitet. Auch meinen Chef vom Carcleaning habe ich nochmal kurz gesehen und mich verabschiedet. Es war für mich ein emotionaler Abschied, weil mir alle richtig ans Herz gewachsen sind. Mir fält es wirklich schwer Sie alle zurückzulassen und nun wieder alleine weiterzureisen.


Mein nächstes Ziel ist Bali, wo ich die nächsten 11 Tage verbringen werde und danach geht es weiter in den Norden Australiens nach Darwin.

Montag, 5. August 2013

Car Cleaning

Ihr habt jetzt nun schon eine ganze Weile nichts mehr von mir gehört, aber keine Angst, es geht mir hier weiterhin sehr gut :) Hier in Broome habe ich sehr viele Freunde gefunden, mit denen ich meine Freizeit verbringe und viel Spass habe. Wir sind schon zu einer Art Familie zusammengewachsen und aus fremden Menschen wurden richtig gute Freunde. Es ist wirklich toll soviele Menschen aus der ganzen Welt kennenlernen zu dürfen und ich weiß es wirklich zu schätzen was ich hier alles erleben und sehen darf. Auf der anderen Seite ist es aber auch immer wieder richtig schwer von lieb gewonnen Freunden Abschied nehmen zu müssen, aber so ist das Leben.




 

Ich habe die letzten 10 Wochen als Carcleaner gearbeitet und diesen Job mittlerweile beendet. Aktuell genieße ich eine Woche in Broome ohne Arbeit und Stress und verbringe viel Zeit am Strand und mit meinen Freunden. Die ersten 6 Wochen als Carcleaner waren schon richtig hart, da ich kaum einen freien Tag hatte und etwa 70 Stunden in der Woche gearbeitet habe. Ich habe in der Zeit dafür auch sehr gutes Geld verdient und nun schon einen großen Teil für meine weitere Reise angespart. Ich habe in 10 Wochen über 12.000 Australische Dollar verdient, in Euro umgerechnet sind das 8.125 € :). Leider bekomme ich einen Teil des Geldes (Steuern und Rente) erst später wenn ich Australien wieder verlasse.
In den den letzten Wochen wurde es ein bisschen entspannter, da ein weiterer Arbeitskollege eingestellt wurde. Dies bedeutete für mich weniger Arbeit, weniger Geld aber auch mehr Freizeit. Die Arbeit war alles in allem echt ok, auch wenn ich langsam keine Autos mehr sehen kann :). Es war aber immer wieder interessant in welchem Zustand die Autos dann zurückkommen. Teilweise komplett gereinigt, teilweise aber auch total verdreckt oder mit kompletter Campingausrüstung inklusive dreckiger Pfannen, Töpfen, Tellern, etc. Es ist auch immer wieder lustig, wenn ich in der Stadt oder am Strand unterwegs bin und dann meine kürzlich gereinigten Autos vorbeifahren sehe.



 

Ab und zu gab es auch eine Abwechslung zum Carcleaning. Einmal kamen Kunden in ihrem von außen total verdreckten Mietauto zurück und ich musste Sie dann noch im Mietauto zurück in deren Hotel fahren. War eine lustige Fahrt, da sich die beiden tausendmal bei mir wegen des dreckigen Autos entschuldigt haben :). Ein anderes Mal musste ich meinem Boss beim Umzug helfen. Ich half ihm also ein Bett und 2 Schränke aufzustellen und habe eigentlich alles alleine gemacht, da er wirklich 2 linke Hände hat wenn es um solche Sachen geht. Auch beim Abladen von neuen Autos vom LKW durfte ich helfen. Zudem musste ich die Autos wieder komplett auftanken, wenn Kunden die Autos nicht vollgetankt zurückgebracht haben. Auch Reifenwechseln, Autos starten oder Autos in die Werkstatt bringen gehörte öfters zu meinen Aufgaben.

Ich arbeite ja direkt am Flughafen in Broome und es ist immer wieder interessant die vielen an- und abreisenden Menschen zu beobachten. Toll ist es natürlich auch die vielen Flugzeuge und Hubschrauber zu sehen, die im Minutentakt über mich hinwegfliegen.

 
In Broome bin ich zum ersten Mal in meinem Leben zum Pferderennen gegangen. Am Anfang konnte ich damit gar nichts anfangen, aber mittlerweile macht es mir richtig Spass Geld auf die Pferde zu wetten und dabei gemütlich das ein oder andere Bier zu trinken. Insgesamt war ich 5 Mal beim Pferderennen und habe dabei insgesamt 260 Dollar plus gemacht. Geld verdienen kann man dabei also auch noch, was will man mehr ;)



Ab und zu läuft aber auch etwas schief in Australien. Ich war mit Dino und Yohann fischen und gleich nach einigen Minuten überraschte uns die Flut. Ergebnis war ein weggespülter Autoschlüssel (Yohann), eine nasse Kamera (Ich) und kein einziger gefangener Fisch ;). Den Schlüssel fanden wir leider nicht mehr und so mussten wir den Schlüsseldienst bemühen, welcher sehr hilfsbereit und erstaunlicherweise sogar günstiger als in Deutschland war. Meine Kamera ließ sich nach dem Kontakt mit dem Salzwasser leider nicht mehr retten und so habe ich mir das Nachfolgermodell meiner alten Kamera zugelegt. Am nächsten Tag haben wir es dann noch einmal gewagt und sind dieses Mal vorsichtiger zu Werke gegangen. Ergebnis war ein gefangener Fisch und keinerlei sonstiger Vorkommnisse. So macht das ganze doch schon viel mehr Spass :)



Mittwoch, 29. Mai 2013

Broome



Ich bin nun schon seit über 4 Wochen in Broome und ich fühle mich hier richtig wohl. Broome ist eine kleine Stadt die je nach Saison zwischen 15.000 und 55.000 Einwohner hat. Gleich nebenan gibt es mit dem Cable Beach einen tollen Strand und auch ein kleines China Viertel. Ich lebe hier im Kimberley Klub Hostel und habe schon viele nette Leute aus der ganzen Welt kennengelernt. Wir kochen zusammen, gehen an den Strand, auf Partys oder relaxen einfach, was bei den hohen Temperaturen und der hohen Luftfeuchtigkeit hier auch meist das einzig sinnvolle ist ;). Bin hier in Broome auch zum ersten Mal in Australien zum Friseur gegangen und habe meine Haar mal wieder stutzen lassen.



Ich habe hier (wie so viele Backpacker hier) auch angefangen nach Arbeit zu suchen. Wurde kurz darauf dann auch von einer Autovermietung zum Vorstellungsgespräch eingeladen und habe nun einen Job als Carcleaner bei Europcar. Ich muss hier die ankommenden Mietautos innen und außen säubern und dann wieder in den Mietbereich stellen. Die Arbeit gefällt mir gut, ich merke aber am Ende des Tages auch was ich gearbeitet habe ;) Meine Arbeitsstelle liegt am Flughafen Broome und ist nur 7 Minuten Laufweg entfernt, perfekter Arbeitsweg also :)




Hier in Broome habe ich zum ersten Mal die Probleme der Australier mit den Aborigines mitbekommen. Die meisten Aborigines haben sich ganz normal in die Gesellschaft eingegliedert und gehen einer geregelten Arbeit nach. Es gibt aber auch einige die den ganzen Tag auf der Straße oder im Park herumlungern und abends aufgrund von zu viel Alkoholgenuss auch mal aggressiv werden. Frauen wird es hier nicht empfohlen abends allein durch Broome zu laufen. Ich habe bisher keine Probleme mit Aborigines gehabt,  allerdings fühlt man sich hier abends nicht wirklich wohl. Letzten Samstag gab es bei der wöchentlichen Beach Party einen Zwischenfall. Aborigines haben das komplette DJ Equipment zerstört und daraufhin entbrannte eine Schlägerei zwischen Aborigines und Backpackern. Ich war zu dieser Zeit glücklicherweise schon auf dem Heimweg. Es ist wirklich schade, dass ein so geringer Teil den ganzen Ruf der Aborigines in Australien kaputtmacht.



Die letzten Tage hier in Broome gab es für mich schon ein fast unbekanntes Wetterphänomen, Regen. Es hat hier wirklich teilweise tagelang geregnet und ich fühlte mich hier schon fast wieder wie daheim in Deutschland ;). Mittlerweile ist aber die Sonne zurückgekehrt und ich kann das Leben hier wieder genießen. Am Cable Beach gibt es wirklich atemberaubende Sonnenuntergänge und erst kürzlich waren wir am Town Beach, wo es den Treppenaufgang zum Mond (Staircase to the Moon) zu sehen gab.